Theodor Ickler zu »Neues aus dem Rat«
Dieser Kommentar wurde am 31.08.2026 um 16.46 Uhr verfaßt.
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Die Rechtschreibreform liegt inzwischen so weit zurück, daß neue Generationen von Journalisten ungestraft Unsinn darüber erzählen können: https://www.watson.ch/schweiz/schule-bildung/716156268-vor-30-jahren-wurde-die-deutsche-rechtschreibung-umgekrempelt.
Solchen Leuten wird man die Vorzüge der klassischen Rechtschreibung nicht mehr nahebringen können.
Zufällig stoße ich auf ein weiteres Zeugnis „progressiver“ (linker) Dummheit: https://www.wsws.org/de/articles/2000/08/rech-a25.html
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Theodor Ickler zu »Jede und jeder«
Dieser Kommentar wurde am 31.08.2026 um 16.41 Uhr verfaßt.
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„Einmal mehr machen Frauenfiguren auf dem Münchner Oktoberfest Schlagzeilen. Das Traditionsgeschäft Teufelsrad hat - nach entsprechenden Hinweisen der städtischen Gleichstellungsstelle - Frauenfiguren über dem Eingang neu gestaltet und züchtiger angezogen.“
Die Diskussion ist aber nicht beendet, weil die Stadtverwaltung selbst nun fragt. ob das alles nötig war. Wie überall läßt man sich von Frauenbeauftragten auf der Nase herumtanzen, sie sind die eigentlichen Herren der Welt.
Sollte man nicht die bloße Erwähnung von hochfliegenden Röcken unter Strafe stellen? Also auch Berichte über die Münchner Posse.
Diese Leute scheinen nicht zu wissen, welche Gegenkräfte sie mit ihrem neurotischen Getue wecken. Alles spricht dafür, die Gleichstellungsstellen aufzulösen.
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Theodor Ickler zu »Delirium«
Dieser Kommentar wurde am 31.08.2026 um 16.18 Uhr verfaßt.
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Bibelstellen als Prophezeiungen für unsere Zeit zu deuten ist gewissermaßen die volkstümliche Spielart der Philologie, so wie Kreationismus eine Art Volks-Paläontologie ist, genau analog der Volksetymologie. Man glaubt Beziehungen zu erkennen wie die Wissenschaft, aber ohne deren disziplinierte Methode.
So kommt es zum absurden Erfolg von Bestsellern wie Hal Lindseys „The late great planet Earth“ (1970), von dem 28 Mill. verkauft wurden, überwiegend doch wohl von Gläubigen. Ähnlich Däniken und seinesgleichen.
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Theodor Ickler zu »Nature, Nurture und Skinner«
Dieser Kommentar wurde am 31.08.2026 um 16.03 Uhr verfaßt.
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„Auch“ hat die Grundbedeutung „und ebenso“, drückt also Übereinstimmung aus. Das bleibt im autoklitischen Gebrauch als Modalpartikel erhalten, aber auf einer anderen „Ebene“, nicht die Proposition modifizierend, sondern den Sprechakt implizit kommentierend, wie alle Autoklitika:
„Haben Sie auch nichts vergessen?“ fragt die Leuchtschrift im ICE, wenn die Fahrgäste im Begirff sind auszusteigen. Diese Situation veranlaßt und rechtfertigt die Fragestellung.
„Weiß das Meer auch, dass Sie gut schwimmen können?“ So fragt ein Schild den Badegast am Nordseestrand. Das Stellen der Frage wird damit begründet, daß sie zu dem Vorhaben des Schwimmers paßt, ins Meer zu gehen.
„Seid ihr auch artig gewesen?“ fragt der Nikolaus, wenn er im Begriff ist, Geschenke zu verteilen.
In allen Fällen wird die „Zudringlichkeit des Fragens“ dadurch gedämpft, daß der Fragende seinen Schritt als nicht willkürlich, sondern extern veranlaßt darstellt.
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Theodor Ickler zu »Nature, Nurture und Skinner«
Dieser Kommentar wurde am 31.08.2026 um 04.22 Uhr verfaßt.
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Die Sorge, KI könnte eigene Ziele entwickeln (SZ 29.8.26), ist zwar begrifflich verfehlt, weil Ziele an Sterblichkeit und Selbst-Replikation (Fortpflanzung) gekoppelt sind, aber die Simulation von Intentionalität durch Computersysteme läuft auf das gleiche hinaus und macht die Sorge nicht weniger begründet.
„Das sogenannte ‚Reinforcement Learning‘ spielt heute eine große Rolle.“ Rechenwege, die zu einem vorab definierten „Erfolg“ führen, werden verstärkt usw. – eine weitere glänzende Bestätigung behavioristischer Prinzipien.
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Theodor Ickler zu »Festung Europa«
Dieser Kommentar wurde am 31.08.2026 um 04.11 Uhr verfaßt.
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Schön wär’s, aber ich sehe nicht den geringsten Ansatz, kein einziges Beispiel... Die Modernisierung ist einzigartig und unumkehrbar. Eher wird – unwahrscheinlich genug – die Energiepolitik auf Nachhaltigkeit umgestellt als das Reproduktionsverhalten.
Und warum sollte die Menschheit nicht aussterben? Früher dachte man eher an den Atomtod, aber jetzt sehen wir, daß es eine Bevölkerungsimplosion geben könnte.
Ein Zwischenstadium könnte die Neubesiedelung der entvölkerten Gebiete durch zur Zeit noch fruchtbarere Völker sein.
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Manfred Riemer zu »Festung Europa«
Dieser Kommentar wurde am 30.08.2026 um 10.02 Uhr verfaßt.
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Daß die Geburtenzahl in einer modernen Gesellschaft nicht mehr steigen kann, ist für mich eine zu pessimistische Einstellung. Letztlich hieße es doch, wenn sich einmal überall auf der Welt die Modernisierung durchgesetzt hat, dann ist die Menschheit zum Aussterben verurteilt. Ich denke, es muß nach gelegentlichen Phasen des Bevölkerungsrückgangs immer auch wieder andere Antriebe geben, die dafür sorgen, daß die Menschheit sich selbst reproduziert.
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Theodor Ickler zu »Festung Europa«
Dieser Kommentar wurde am 30.08.2026 um 05.39 Uhr verfaßt.
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Es gibt immer mehr Vorschläge, wie man die Geburtenzahl erhöhen könnte, einer hilfloser als der andere. Beispiele aus anderen Ländern zeigen, daß mehr Fürsorge für Familien zu mehr Kindern führt – oder zu weniger, je nachdem.
Wenn man sich überlegt, welche Einschränkungen die Aufzucht von Kindern mit sich bringt, gerade für die Kleinfamilie von heute, kann man eigentlich nur davon abraten. Das gleiche im Rückblick (Regretting parenthood). Man darf es sich eben nicht überlegen, aber diese paradiesische Unschuld ist nicht wiederherstellbar. Es ist nicht nur der ökonomische Gesichtspunkt, sondern der moderne Begriff von Freiheit, Entfaltung der Persönlichkeit usw. Daß mit diesem Begriff etwas nicht stimmen kann, ist eine Ahnung, die wohl nicht verifiziert werden wird, bevor das Problem seine biologische Lösung findet.
(Anläßlich eines weiteren Beitrags „Die Zukunft des Landes entscheidet sich im Sandkasten“ in der SZ vom 29.8.26)
(Daß in der von der AfD angestrebten „Festung Europa“ wieder mehr Kinder geboren werden, ist eine unbegründete Erwartung.)
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Theodor Ickler zu »Haupt- und Nebensachen«
Dieser Kommentar wurde am 30.08.2026 um 05.19 Uhr verfaßt.
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Zu http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=1484#22361
Ebenso:
seine verstorbenen Eltern – ?seine gestorbenen Eltern
Ohne nähere Spezifizierung kaum möglich.
Aber ohne weiteres: seine toten Eltern
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Theodor Ickler zu »Niedriger hängen!«
Dieser Kommentar wurde am 30.08.2026 um 05.13 Uhr verfaßt.
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Stephan Schleim („Das Problem des Fremdpsychischen“) zitiert Hans-Ludwig Kröber: „Schon der Laie führt eigene und fremde Handlungen auf mentale Zustände zurück. (Kröber, Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie, 2017)“
Es sollte heißen: „Auch der Psychologe führt eigene und fremde Handlungen noch auf mentale Zustände zurück.“
Die Wissenschaft schließt sich an die Folk psychology an, und das ist gerade das Problematische.
(Zum Fall Kröber s. den Wikipedia-Eintrag, aber das ist ein anderes Thema.)
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Theodor Ickler zu »Festung Europa«
Dieser Kommentar wurde am 30.08.2026 um 04.54 Uhr verfaßt.
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"Festung Europa" ist nun tatsächlich das Schlagwort der AfD. Nach Vertreibung von Millionen Migranten müsse Europa zur Festung Europa ausgebaut werden. Großer Jubel bei der AfD-Jugend, die eine klarere Sprache spricht als die Mutterpartei.
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Theodor Ickler zu »Trüber Morgen«
Dieser Kommentar wurde am 29.08.2026 um 15.10 Uhr verfaßt.
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Wir sind nicht weit davon entfernt.
„Im Handelsstreit zwischen Kanada und den USA sieht Donald Trump sich offenbar als Gewinner. Das Weiße Haus ließ ein Foto verbreiten, das einen Weißkopfseeadler, das Wappentier der USA, zeigt, wie er eine Kanadagans auf den Boden drückt.“ (t-online.de 29.8.26)
Es gibt noch peinliche Ergänzungen dazu, die man übergehen kann (die Gans wußte sich zu wehren ...).
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